Für wen ist die Risikokarte bestimmt?

Wohne ich in einem Ort, in dem ein erhöhtes Risiko besteht, dass sich Katastrophen oder Unfälle ereignen? Oder liegt mein Arbeitsplatz in einem risikobelasteten Gebiet? Und um welche Katastrophen geht es eigentlich? Für jeden, der eine Antwort auf diese Fragen sucht, wurde die Risikokarte erstellt. Die Karte ist sowohl für die Bürger der Niederlande als auch für Politiker, die Polizei und die Feuerwehr bestimmt.

Die Risikokarte ist eine wichtige Informationsquelle für staatliche Stellen. Behörden und Ämter auf kommunaler, regionaler, provinzialer und nationaler Ebene können diese Informationen im Rahmen der Erarbeitung politischer Konzepte, als Anhaltspunkte für Entscheidungen und bei der Umsetzung politischer Konzepte nutzen. Die Risikokarte kann beispielsweise in der Raumordnung, bei der Erteilung von Umweltgenehmigungen und Niederlassungsbewilligungen, bei der Raumplanung und in der Sicherheitspolitik zurate gezogen werden. So können etwa bei der Planung von Wohnvierteln vorab eventuelle Risiken berücksichtigt werden.

Auch Einsatzdienste wie die Feuerwehr, Rettungsdienstmitarbeiter und Polizei können die Risikokarten nutzen. Sie sind nicht nur in Notfällen im Einsatz, sondern beteiligen sich auch an Vorbereitungstätigkeiten zur Unfallverhütung und zum Katastrophenschutz. Dabei kooperieren sie mit den Kommunen. Die Einsatzdienste können auf diese Weise eine Verringerung der Risiken für die eigenen Mitarbeiter sowie auch die vom Notfall betroffenen Personen erreichen.