Autogas (LPG)

Was ist auf der Risikokarte zu finden?

Auf der Risikokarte sind alle Autogastankstellen eingezeichnet. Autogas (LPG) ist ein brennbares Gas, das u .a. als Kraftstoff für Pkw verwendet wird. Es wird unter hohem Druck zu einer Flüssigkeit zusammengedrückt (LPG = Liquid Petroleum Gas). Das Gas wird an Autogastankstellen in über- oder unterirdischen Tanks gelagert. Als Hauptrisikoquellen bei Autogastankstellen gelten die überirdischen Autogastanks sowie der Zeitpunkt, zu dem das Autogas von den Tankwagen angeliefert wird.

 

Worin besteht die Gefahr?

Autogas ist entzündlich und explosiv. Wenn es in einer Leitung oder einem Lagerungsbehälter zu einer Undichtigkeit kommt, besteht aufgrund der leichten Entflammbarkeit des Autogases eine sehr hohe Explosionsgefahr. Da das Gas schwerer ist als Luft, bleibt es oberhalb der Erdoberfläche hängen oder kann in tiefer gelegene Räume wie Keller oder die Kanalisation eindringen.
Bei einer Explosion entsteht eine Druckwelle und eine große Feuerwolke. In einem Umkreis von 500 m besteht die Gefahr, dass Personen zu Tode kommen oder schwere Brandverletzungen bzw. andere Verletzungen erleiden, u.a. durch umherfliegendes Material.

 

Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es?

Behördlicherseits werden Sicherheitsanforderungen an den Transport, die Lieferung und die Lagerung von Autogas gestellt, u. a. im Rahmen der Erteilung von Genehmigungen. So muss beispielsweise bei Autogastankstellen eine gewisse Entfernung zur Wohnbebauung vorhanden sein. Für die Sicherheit vor Ort sind die Unternehmen selbst verantwortlich. Von Seiten der Behörden wird überwacht, ob die gestellten Anforderungen eingehalten werden. Darüber hinaus werden von den Einsatzdiensten Übungen zum Vorgehen bei Unfällen mit Autogas veranstaltet.
Im Falle einer (drohenden) Explosion halten die Einsatzdienste (Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste) einen Sicherheitsabstand von mindestens 500 m ein, bis sie genau über die Sachlage orientiert sind. Sie sperren die Umgebung ab und versuchen, eine Explosion zu verhindern.

 

Was können Sie selbst tun?

Wenn Sie sich in der Nähe der Unfallstelle befinden, sollten Sie sich wie folgt verhalten:

  • Begeben Sie sich nicht zur Unfallstelle, z. B. um sie sich anzusehen.
  • Benachrichtigen Sie die Einsatzdienste mit der Rufnummer 112, falls noch nicht geschehen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie sich in mindestens 500 m Entfernung von der Unfallstelle befinden.
  • Nehmen Sie Kinder und Personen, die nur schwierig selbst flüchten können, so schnell wie möglich mit.
  • Wenn Sie sich nicht aus der Gefahrenzone begeben können oder sich in einer Entfernung von mehr als 500 m befinden:
  • Begeben Sie sich nicht zur Unfallstelle, z. B. um sie sich anzusehen.
  • Suchen Sie an einer sicheren Stelle Deckung, zu der keine Glasscherben gelangen können. In Gebäuden kann man beispielsweise im Dusch- oder WC-Raum, auf dem Speicher oder hinter einem Schrank Zuflucht suchen. Wenn Sie sich draußen aufhalten, sollten Sie hinter einer Mauer oder einem Gebäude Schutz suchen.
  • Nehmen Sie Kinder und Personen, die nur schwierig selbst flüchten können, so schnell wie möglich mit.
  • Schalten Sie nach Möglichkeit den Radiosender für Katastrophenfälle ein.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzdienste (Polizei oder Feuerwehr); sie werden Sie mit der Sirene, einem Lautsprecherwagen, per SMS-Alarm (SMS-Alert) oder über den Radiosender für Katastrophenfälle informieren. Im Falle eines Vorfalls mit Autogas kann das bedeuten, dass Sie Fenster und Türen öffnen und die Fenster oder Jalousien schließen müssen, um die Verletzungsgefahr durch umherfliegendes Glas zu verringern.

Falls Sie Ihre Wohnung verlassen müssen, erhalten Sie Instruktionen und Anweisungen von der Polizei.

 

Nähere Informationen

Auf der Website des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Umwelt finden Sie weitere Informationen über Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf Autogas.
 

 

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